Hilfebedürftig sind Sie, wenn Sie Ihren Lebensunterhalt und den Lebensunterhalt der eventuell mit Ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen nicht oder nicht ausreichend aus dem zu berücksichtigenden Ein kommen oder Vermögen sichern können und Sie die erforderliche Hilfe nicht von anderen, insbesondere von Angehörigen oder von Trägern anderer Sozialleistungen, erhalten.

Haben Sie Anspruch auf andere (Sozial-)Leistungen, sind Sie grundsätzlich verpflichtet, diese zu beantragen, da Sie damit Ihre Hilfebedürftigkeit und die Hilfebedürftigkeit Ihrer Bedarfsgemeinschaft verringern oder beseitigen können. Stellen Sie den hierfür erforderlichen Antrag nicht, ist das Jobcenter berechtigt, den Antrag für Sie zu stellen.

Die wichtigsten vorrangigen Leistungen sind:

  • Kindergeld,
  • Kinderzuschlag (ggf. zusammen mit Wohngeld), wenn Sie eigenes Einkommen und Kinder – für die Sie Kindergeld beziehen – haben und Ihren Bedarf und den Bedarf Ihrer Partnerin / Ihres Partners decken können, nicht aber den Bedarf Ihrer Kinder und Hilfebedürftigkeit hiermit für mindestens drei zusammenhängende Monate überwunden werden kann,
  • Unterhaltsvorschuss für Kinder bis zum 12. Lebensjahr (diesen können Sie erhalten, wenn Sie alleinerziehend sind und nicht regelmäßig Unterhalt für das Kind / die Kinder erhalten. Unterhaltsvorschuss wird längstens 72 Monate gezahlt),
  • Arbeitslosengeld,
  • (geminderte) Altersrente ab dem 63. Lebensjahr,
  • ausländische Altersrente, wenn diese mit der deutschen Altersrente vergleichbar ist,
  • sonstige Renten (Erwerbsminderungsrente,
  • Witwen- / Witwerrente, Waisenrente),
  • Krankengeld,
  • Leistungen der Ausbildungsförderung (BAföG, Ausbildungsgeld, BAB),
  • Wohngeld für Mieter / Lastenzuschuss für Hauseigentümer, wenn Sie hiermit Hilfebedürftigkeit nach dem SGB II ganz beseitigen können,
  • Mutterschaftsgeld (für die Zeit des Mutterschutzes – in der Regel sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt),
  • Elterngeld nach der Geburt eines Kindes