Informationen zum SozialgeldNicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die mit einer erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person in einer Bedarfsgemeinschaft leben, erhalten als Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts Sozialgeld, soweit sie keinen Anspruch auf Leistungen nach dem Vierten Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) haben. Sozialgeld können auch Bezieher von Renten wegen teilweiser Erwerbsminderung oder voller Erwerbsminderung auf Zeit erhalten. Angehörige einer Bedarfsgemeinschaft, die Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Dauer beziehen oder die maßgebliche Altersgrenze zwischen 65 und 67 Jahren erreicht haben, haben keinen Anspruch auf Sozialgeld.

Das Sozialgeld umfasst:

Sozialgeld Empfänger erhalten die gleichen Leistungen, wie erwerbsfähige Bezieher des Arbeitslosengeldes II. Die Höhe der Regelbedarfe für das Sozialgeld ergibt sich aus der folgenden Tabelle.

AnspruchsberechtigteRegelleistung
  • allein Stehende
  • allein Erziehende
  • Volljährige mit minderjährigem Partner
  • Menschen mit Behinderung
409 €
  • volljährige Partner
368 €
  • Volljährige bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres (18-24 Jahre)
  • Personen unter 25 Jahren, die ohne Zusicherung des kommunalen Trägers umziehen (15-24 Jahre)
327 €
  • Kinder bzw. Jugendliche im 15. Lebensjahr (14 Jahre) bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres
  • minderjährige Partner (14 – 17 Jahre)
311 €
  • Kinder ab Beginn des 7. Lebensjahres bis zur Vollen dung des 14. Lebensjahres (6 –13 Jahre)
291 €
  • Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres (0 – 5 Jahre)
237 €

Die Leistungen für Mehrbedarfe entsprechen weitgehend denen beim Arbeitslosengeld II.

Nicht erwerbsfähige behinderte Personen mit einem Ausweis mit Merkzeichen „G“ können einen Mehrbedarf von 17 Prozent des Regelbedarfs erhalten, wenn ihnen bisher kein anderer Mehrbedarf wegen Behinderung zusteht, dies gilt nicht für Kinder bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres.

Krankenversicherung beim Bezug von Sozialgeld

Für Sozialgeld besteht keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kranken-, Pflege- oder Rentenversicherung.

Empfänger können jedoch, insofern sie diese aufgrund der Bedürftigkeit nicht selbst leisten können, einen Beitragszuschuss zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung beantragen. Ob die Anspruchsvoraussetzungen dafür gegeben sind sind, entscheidet die zuständigen Krankenkasse. Wenn nicht sichergestellt ist, dass der Zuschuss zweckgebunden verwendet wird, kann die Zahlung auch direkt an die Krankenkasse oder das Versicherungsunternehmen geleistet werden.

Der Zuschuss wird nicht rückwirkend gewährt. Daher sollten Sozialgeld Empfänger so schnell wie möglich die Krankenkasse auf den Zuschuss ansprechen und gegebenenfalls den Antrag auf Beitragszuschuss stellen.